Geschichte des Nattererboden
Die Urbarmachung geht bis ins 13. Jahrhundert zurück. Genaue geschichtliche Aufzeichnungen zur Entstehung des Nattererbodens stammen jedoch erst aus dem 18. Jahrhundert. So gehörte der Ansitz der oberösterreichischen Hofkammer und bestand zuerst aus einer Bauernwohnung, einer Kate und einer Vogeltenne.
Das Anwesen wechselte mehrmals die Besitzer und wurde laufend vergrößert. 1835 ging das Gut an Dr. Alfons Pulciani, der am Haus eine Kapelle errichtete.
Durch eine Abbildung des Gnadenbildes von Maria Waldrast erhielt der Hof den Namen "Maria Hain". Dieser im Volksmund jedoch "Pulcianihof" genannte Ansitz wurde 1843 von den Jesuiten gekauft und hieß nunmehr "Jesuitenhof".
Da dieser Name während der Nazizeit verpönt war, entstand daraus unter dem nächsten Besitzer, der Fam. Hochegger, der "Nattererboden".
 |
Dieser wird von den Nachkommen, der Familie Albert als Wirtshaus erfolgreich geführt. Zuerst von Ossi und Wava mit Sohn Gottfried, seit dem Jahr 1997 von Gottfried und seiner Frau Martina.
Unter Ossi entstand auch dieses Familienwappen.
Die letzten Jahrzehnte des Nattererbodens mit seinen Besitzern sind hier beschrieben.
|
Weinkeller
Das Gewölbe des Weinkellers wurde von den Jesuiten vor rund 300 Jahren gebaut. Die Ziegel wurden ganz ohne Verbundmaterial zusammengesteckt. Diese Technik ist heute nur mehr selten zu finden. Die besondere Bauweise eignet sich von der Temperatur und Luftfeuchtigkeit her besonders gut für die Lagerung des Weines.
Tiefbrunnen
Der Wassermisere setzten die Jesuiten mit der Anlegung des Tiefbrunnen ein Ende. Ein Jahr nach der Abhaltung einer Novene des Jesuitenkollegs wurde man fündig. So gelangte 1846 das erste Wasser aus diesem Brunnen ins Kolleg. Durch die Gefährlichkeit dieser Wasserförderung wurde er jedoch bald wieder geschlossen.
Erst 1978 entdeckten die heutigen Besitzer bei Umbauarbeiten den 98 m tiefen Brunnenschacht. Das Wasser fließt aus dem Nochspitzgebiet zu und zwar in einer Schüttung von 8-10 Sekundenliter.