Ich bin „Prinz“ – ein schwarzer Esel
Seit Sommer 2004 darf ich in diesem schönen Erlebnis-Bauernhof sein. Im Frühjahr 2000 kam ich zur Welt. Meine Lebenserwartung ist über 35 Jahre. Jetzt bin ich ein Esel-Hengst in voller Blüte. Mein Frauchen Martina hat mich fest im Griff. Mit viel Strenge hat sie mich zugeritten. Mit mir kann man sogar galoppieren! Auf meine drei Schützlinge: Stefanie, Anna Maria und klein Alexander passe ich gut auf.
Esel sind relativ anspruchslos.
Die Nahrung besteht aus Gräsern, Kräutern, Früchten, Heu, Stroh, Blättern und Rinden. Ein mehr-maliges Staubbad täglich ist Pflicht. Es gehört zur routine-mäßigen Körperpflege!
Unsere Rasse wird nur noch aus Liebhaberei gezüchtet. Die Paarungszeit ist ganzjährig und nach einer Tragzeit von einem Jahr kommt ein Fohlen zur Welt. Schwarze und weiße Esel gibt es weltweit nur mehr wenige. Sie sind eine vom Aussterben bedrohte Haustier-Rasse !
Schon lange vor dem Pferd wurden in Afrika Esel gehalten. Nach Europa kamen die Hausesel, die vom Wildesel abstammen, etwa um 2000 v. Chr. Sie fanden als Last- und Zugtiere Verwendung. Aus den Häuten der Tiere wurden Schriftrollen hergestellt. Eselsmilch war durch ihren höheren Zucker- und Eiweißgehalt sehr beliebt, Eselsfleisch findet sich in der bekannten Salami wieder.
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Wir sind „Kaiserin Elisabeth“ und „Kaiser Franz-Josef“ auch „Sissi“ und „Franzl“ genannt!
Österreichisch-Ungarische Albinoesel oder Barock-Esel
Seit Anfang des Jahres 2009 dürfen wir auf diesem besonderen Bauernhof sein. Ich, die Stute „Sissi“, bin 4 Jahre alt und stamme aus dem Neusiedlersee Nationalpark. Franzl, der Hengst, ist 8 Jahre alt und stammt aus Schloss Hof. Wir sind für ein Zuchtprogramm bestimmt. - Dafür wurde Martina´s Bauernhof am Nattererboden gewählt. Wenn es gut geht, kommt nach einer Tragzeit von einem Jahr ein Fohlen zur Welt. Wir sind anspruchslos und erreichen ein Alter von 30-35 Jahren.
Am Nattererboden werden wir kinderfreundlichen Tiere zum Kutschen fahren und zum Reiten eingesetzt. Wir sind eine große Attraktion! Helle Tiere als Lichtbringer.
Unser Name „Österreichisch-Ungarische Albinoesel“ ist nicht ganz korrekt, da wir keine roten Augen haben. Viel schöner ist unser zweiter Name: „Barock-Esel“. Wir noblen Tiere wurden nämlich im Zeitalter des Barock, also im 17. und 18. Jahrhundert, gezüchtet. Für die besser gestellte Gesellschaft wurden wir in der k.u.k Monarchie Österreich-Ungarn als Kinderspielzeug und als Wohlstandszeiger in den schön angelegten Gärten gehalten. Schön aber empfindlich und deshalb fast verschwunden. Leider aber hatte das noble Aussehen einen entscheidenden Nachteil: Weil uns gewisse Farbstoffe fehlen, schützt unser Fell nicht genügend vor starker Sonneneinstrahlung. Im Laufe der Zeit ist unsere Rasse leider Gottes in Vergessenheit geraten. Einige wenige Exemplare überlebten bei ärmeren Leuten, die uns als Pferdeersatz zur Arbeit hielten. Diese, weltweit nur ca. 50 Tiere, war der Grundstock des heutigen Zuchtprojektes in Österreich, Deutschland und Ungarn. Es gibt jetzt an die 200 weiße Esel weltweit. Mit gezielter Züchtung sollte es möglich sein, unsere Rasse auch noch für die nächsten Generationen zu erhalten. Das Fohlen auf dem Bild war ich einmal!
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